Was ist Eigenbluttherapie?
Im MVZ Ortho Königsallee in Düsseldorf bieten wir ein außergewöhnlich breites Spektrum autologer Biologika an. Dazu gehören verschiedene PRP-Präparate in unterschiedlichen Konzentrationen sowie autologe Serumtherapien wie ACS (Autologous Conditioned Serum), die weitere entzündungshemmende Botenstoffe und Wachstumsfaktoren enthalten. Dadurch können wir die Behandlung individuell an das jeweilige Krankheitsbild und die biologischen Anforderungen des betroffenen Gewebes anpassen.
Ihr Blut enthält Blutplättchen (Thrombozyten), die bei Verletzungen Wachstumsfaktoren freisetzen. Diese körpereigenen Botenstoffe unterstützen die Gewebereparatur und wirken entzündungshemmend. Bei der PRP-Therapie konzentrieren wir diese Blutplättchen auf das Fünffache der normalen Menge und injizieren das Konzentrat gezielt in das betroffene Gewebe.
Die orthopädische Eigenbluttherapie unterscheidet sich deutlich von alternativmedizinischen Verfahren wie der Ozontherapie oder homöopathischen Eigenblutanwendungen. Wir arbeiten ausschließlich mit körpereigenen Signalstoffen, die durch Stimulation der Blutzellen freigesetzt werden und verzichten dabei vollständig auf Zusätze.
Einsatz konservativ und intraoperativ
Die Eigenbluttherapie kann bei uns sowohl im Rahmen einer konservativen Behandlung als auch begleitend zu einer Operation eingesetzt werden. Während der Operation wird das aufbereitete plättchenreiche Plasma (PRP) direkt in das behandelte Gewebe eingebracht.
Für wen eignet sich die Behandlung?
Die Eigenbluttherapie kommt bei verschiedenen Beschwerden infrage:
Arthrose in Knie, Hüfte, Schulter, Sprunggelenk oder kleinen Gelenken
Sehnenreizungen wie Achillessehnenprobleme, Tennis- oder Golferellenbogen
Muskelverletzungen nach Sport oder Überlastung
Facettengelenk-Arthrose im Rücken
Bestimmte Beschwerden nach Bandscheibenvorfällen
Besonders geeignet ist das Verfahren bei leichter bis mittelschwerer Arthrose, zeigt aber selbst bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß mit direktem Knochen-auf-Knochen-Kontakt gute Erfolgsaussichten. Ob die Therapie zu Ihrer Diagnose passt, klären wir im persönlichen Gespräch.
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Unsere Fachärzte im MVZ Ortho Königsallee in Düsseldorf beraten Sie persönlich. Termine buchen Sie bequem über Doctolib, auch kurzfristig.
Wie läuft die Behandlung ab?
Der Ablauf ist unkompliziert und dauert etwa 20 bis 45 Minuten:
Blutentnahme: Wir entnehmen eine kleine Menge Blut aus Ihrer Armvene.
Aufbereitung: Nach der Zellstimulation trennen wir in einer Zentrifuge das plättchenreiche Plasma ab, bzw. erzeugen autologes Serum.
Injektion: Nach sorgfältiger Desinfektion injizieren wir das Konzentrat präzise in das betroffene Gelenk oder Gewebe.
Behandlungsserie: Üblicherweise erfolgen 4 bis 6 Sitzungen im wöchentlichen Abstand.
Wirkungseintritt: Die volle Wirkung zeigt sich etwa sechs Wochen nach der letzten Injektion.
Nebenwirkungen treten selten auf. Gelegentlich berichten Patienten über leichte Schwellungen oder Blutergüsse an der Injektionsstelle. Schwerwiegende Komplikationen sind in Studien bisher nicht dokumentiert.
Wissenschaftliche Veröffentlichungen unseres Facharztteams in Düsseldorf
PRP / ACP als Behandlungsoption bei Facettengelenk-Arthrose
Bei Patientinnen und Patienten mit Facettengelenk-Arthrose zeigte die Behandlung mit ACP (Autologem Conditioniertem Plasma) vielversprechende Ergebnisse. Die bisherigen Daten deuten darauf hin, dass etwa 75-80 % der Behandelten mittel- bis langfristig von einer Reduktion der Schmerzen sowie einer Verbesserung der Alltagsaktivität profitieren können, ohne die potenziellen Nachteile wiederholter Kortisonanwendungen in Kauf nehmen zu müssen.
Eigenbluttherapie mit ACS bei Kniearthrose
In einer hochwertigen klinischen Studie mit 376 Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose führte die Behandlung mit Orthokine® (Autologes konditioniertes Serum, ACS) zu einer deutlich stärkeren Verbesserung von Schmerzen, Gelenkfunktion und Lebensqualität als Hyaluronsäure oder Placebo. Die positiven Effekte hielten über mehrere Monate an, während die Verträglichkeit mit der Placebo-Behandlung vergleichbar war. Die Ergebnisse zeigen, dass ACS eine wirksame biologische Behandlungsmöglichkeit bei Kniearthrose darstellt.
Eine neue Behandlungsmöglichkeit bei Hüftarthrose: Klinische Evidenz für die Wirksamkeit von autologem konditioniertem Serum (ACS)
In dieser Studie mit 119 Patientinnen und Patienten mit Hüftarthrose führte die Behandlung mit autologem konditioniertem Serum (ACS, Orthokine®), einer speziellen Eigenbluttherapie, zu einer deutlichen und statistisch signifikanten Schmerzreduktion über einen Beobachtungszeitraum von rund 14 Monaten. Rund 79 % der behandelten Hüften zeigten eine relevante Verbesserung der Beschwerden. Zusätzliche Kortison- oder Anakinra-Injektionen steigerten den Behandlungserfolg nicht, in fortgeschrittenen Arthrosestadien war ACS allein teilweise sogar wirksamer.
PRP-Eigenbluttherapie bei Rückenschmerzen durch Facettengelenk-Arthrose
In dieser prospektiven Studie mit 78 Patientinnen und Patienten führte die Behandlung mit PRP/ACP (Plättchenreichem Plasma aus Eigenblut) bei chronischen Schmerzen der Facettengelenke der Lendenwirbelsäule zu einer signifikanten und langanhaltenden Beschwerdelinderung. Die Schmerzwerte verbesserten sich von durchschnittlich 5,9 auf 2,8 Punkte innerhalb eines Jahres, während die Einschränkungen im Alltag um etwa 50 % zurückgingen. Im Vergleich zu Injektionen mit Lokalanästhetika zeigte PRP/ACP insbesondere ab der 6. Woche bis zum 12. Monat deutlich bessere und länger anhaltende Ergebnisse.
Wie PRP/ACP die Regeneration im Knie fördert: Nachweis biologischer Effekte im Gelenk
In dieser kontrollierten klinischen Studie konnten erstmals direkte biologische Veränderungen im Kniegelenk nach einer PRP-/ACP-Eigenbluttherapie nachgewiesen werden. Die Behandlung führte zu einer verstärkten Bildung von Lubricin, einem wichtigen Gelenkschmierstoff, sowie zu einer messbaren Reduktion entzündlicher Prozesse und Hinweisen auf die Aktivierung körpereigener Reparaturmechanismen. Die Ergebnisse liefern eine mögliche biologische Erklärung dafür, warum viele Patientinnen und Patienten nach einer PRP-/ACP-Behandlung langfristig von weniger Schmerzen und einer verbesserten Gelenkfunktion profitieren.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet Eigenbluttherapie von Hyaluronsäure?
Beide Verfahren werden bei Arthrose als Injektion ins Gelenk eingesetzt. Hyaluronsäure wirkt als Gleitmittel und verbessert die Gelenkschmierung. PRP hingegen liefert Wachstumsfaktoren, die Regenerationsprozesse im Gewebe anstoßen können. Meta-Analysen zeigen bei Kniearthrose bessere klinische Ergebnisse für PRP. Welche Therapie zu Ihnen passt, klären wir nach der Untersuchung.
Wie viele Sitzungen sind nötig?
In der Regel empfehlen wir 4 bis 6 Behandlungen im wöchentlichen Abstand. Bei chronischen Gelenkerkrankungen wie Arthrose kann eine Wiederholung der Serie etwa einmal jährlich sinnvoll sein.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die Eigenbluttherapie zählt zu den Selbstzahlerleistungen (IGeL). Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten oft ganz oder teilweise. Gesetzliche Kassen übernehmen die Behandlung in der Regel nicht. Vor Beginn erhalten Sie einen detaillierten Kostenvoranschlag.
Ist die Behandlung bei Sportlern erlaubt?
Ja. Bestimmte autologe Verfahren sind von der nationalen und internationalen Anti-Doping-Agentur (NADA/WADA) zugelassen. Es genügt eine Meldung der Therapie ohne vorherige Genehmigung.
Wie schnell spüre ich eine Wirkung?
Die maximale Wirkung tritt meist etwa sechs Wochen nach der letzten Injektion ein. Einige Patienten berichten schon früher über Besserung. Ob und wie stark Sie ansprechen, lässt sich vorab nicht garantieren.
Welche Nebenwirkungen können auftreten?
Schwere Nebenwirkungen wurden in Studien bisher nicht beschrieben. Gelegentlich treten leichte Schwellungen, Blutergüsse oder vorübergehende Empfindlichkeit an der Injektionsstelle auf. Da wir ausschließlich körpereigenes Material verwenden, sind allergische Reaktionen praktisch ausgeschlossen.
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Hinweis
Diese Informationen ersetzen keine persönliche ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden empfehlen wir Ihnen, einen Termin in unserer Praxis zu vereinbaren. Im MVZ Ortho Königsallee stehen wir Ihnen für eine fundierte Einschätzung Ihrer Situation gern zur Verfügung.


