Sie haben seit Monaten Schmerzen im Knie oder am Ellenbogen. Physiotherapie hat ein wenig geholfen, aber nicht genug. Im Internet lesen Sie widersprüchliche Aussagen über die Eigenbluttherapie: Für die manche ein kleines Wunder, für die anderen reine Geldverschwendung. Genau hier setzt dieser Beitrag an. Wir erklären Ihnen, was die ACP-Therapie ist, bei welchen Beschwerden sie sinnvoll sein kann, wie eine Behandlung abläuft und was die Studien tatsächlich zeigen.
Als spezialisiertes Zentrum für Orthopädie, Neurochirurgie und Radiologie in Düsseldorf arbeitet MVZ Ortho Königsallee seit über 20 Jahren mit körpereigenen biologischen Verfahren. Diese Erfahrung fließt in eine ehrliche Einordnung ein: Wir sagen Ihnen, wo diese Behandlung überzeugt und wo ihre Grenzen liegen.
Das Wichtigste in Kürze
Wenn Sie sich einen schnellen Überblick verschaffen möchten, finden Sie hier die zentralen Punkte:
ACP steht für Autologes konditioniertes Plasma, also Ihr eigenes Blut, aufbereitet und gezielt injiziert.
Zum Einsatz kommt diese Behandlung vor allem bei Kniearthrose, Sehnenerkrankungen wie dem Tennisellenbogen und Sportverletzungen.
Ein üblicher Zyklus umfasst vier bis sechs Injektionen im wöchentlichen Abstand.
Die Studienlage fällt je nach Anwendungsgebiet unterschiedlich aus: bei Sehnen recht solide, bei Kniearthrose gemischt.
Beschwerden lassen sich lindern und eine Operation lässt sich hinauszögern, doch Knorpel baut diese Therapie nicht neu auf.
Meist handelt es sich um eine Privatleistung; private Versicherungen erstatten häufig anteilig.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Ist die Behandlung umstritten?
Ja und nein. Bei Sehnenerkrankungen zeigt die Forschung recht klare Effekte, bei Kniearthrose fallen die Ergebnisse gemischt aus. Deshalb ist die richtige Indikation entscheidend.
Was ist der Unterschied zwischen ACP und PRP?
ACP ist eine bestimmte PRP-Zubereitung in einem geschlossenen Doppelspritzensystem mit vergleichsweise wenigen weißen Blutkörperchen. Fachlich wird es als leukozytenarme Formulierung beschrieben.
Hilft die Spritze wirklich bei Kniearthrose?
In frühen und mittleren Stadien berichten viele über Besserung, in fortgeschrittenen Stadien bleibt der Effekt begrenzt. Eine ehrliche Beurteilung vorab ist unverzichtbar.
Wie schnell tritt eine Wirkung ein?
Erste Effekte zeigen sich oft innerhalb von einer bis vier Wochen nach der ersten Injektion, das Maximum meist einige Wochen nach der letzten Sitzung.
Wie viele Sitzungen brauche ich?
Üblich sind vier bis sechs Injektionen im wöchentlichen Abstand.
Übernimmt die Krankenkasse die Behandlung?
Meist handelt es sich um eine Eigenleistung. Private Versicherungen erstatten häufig anteilig. Details klären Sie bitte direkt mit Ihrer Versicherung.
Fazit und nächster Schritt
Die Eigenblutbehandlung ist weder Wundermittel noch wirkungslos. Bei Sehnenerkrankungen überzeugt sie recht deutlich, bei Kniearthrose hängt der Nutzen stark vom Stadium ab. Realistisch betrachtet lindert sie Beschwerden und kann eine Operation hinauszögern, baut aber keinen Knorpel neu auf.
Wenn Sie überlegen, ob diese Behandlung für Ihre Beschwerden infrage kommt, klären wir das gemeinsam im Erstgespräch bei MVZ Ortho Königsallee, bei Bedarf mit Bildgebung am selben Tag. Je früher wir die Ursache Ihrer Schmerzen einordnen, desto besser können wir Sie dabei unterstützen, aktiv zu bleiben.



