Bewegungs- und Funktionsanalyse für Sport, Gelenke und Wirbelsäule
Wir bieten umfassende Analysen bei Störungen sportlicher Bewegungsabläufe sowie zur Beurteilung von Funktion, Belastbarkeit und Bewegungsqualität nach operativen Eingriffen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Patienten nach Gelenkersatz an Hüfte, Knie oder Schulter, um Bewegungsdefizite frühzeitig zu erkennen und die Rehabilitation gezielt zu unterstützen. Darüber hinaus analysieren wir akute und chronische Beschwerden der gesamten Wirbelsäule, von der Hals- über die Brust- bis zur Lendenwirbelsäule.
Mithilfe moderner Bewegungs- und Funktionsanalysen können Fehlbelastungen, Kompensationsmuster und funktionelle Einschränkungen objektiv erfasst werden, um individuelle Therapie- und Trainingsempfehlungen abzuleiten.
Studien unserer Sportmediziner in Düsseldorf
Ultraschall der Patellarsehne: Was Leistungssport mit der Sehne macht
In dieser Untersuchung wurden Leistungssportler und Nicht-Sportler mit Ultraschall untersucht, um Veränderungen der Patellarsehne (Kniesehne) zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten, dass Sportler häufiger Beschwerden haben und ihre Patellarsehnen im Durchschnitt dicker sind als die von Nicht-Sportlern. Besonders eine Sehnendicke von mehr als 6 mm am oberen Ansatz der Patellarsehne war bei Sportlern häufig mit Beschwerden verbunden. Die Studie liefert damit wichtige Orientierungshilfen für die frühzeitige Diagnose und Beurteilung von Sehnenproblemen im Sport.
Trainingsadaptation der Achillessehne beim Hochleistungssportler
In dieser Studie wurden die Achillessehnen von über 200 Leistungssportlern mit denen von Nicht-Sportlern verglichen. Zwar waren die Sehnen der Sportler im Durchschnitt dicker, eine zunehmende Verdickung war jedoch häufig auch mit Beschwerden und strukturellen Veränderungen verbunden. Ab einer Sehnendicke von etwa 6 mm bestand ein deutlich erhöhtes Risiko für eine Achillessehnenerkrankung. Die Ergebnisse zeigen, dass eine ausgeprägte Sehnenverdickung nicht allein als normale Anpassung an intensives Training angesehen werden sollte.
Sportmedizinische Untersuchung von Verletzungen im Leistungseiskunstlauf
Im Rahmen eines saisonvorbereitenden Trainingscamps wurden 25 leistungsorientierte Eiskunstläufer hinsichtlich sportartspezifischer Verletzungen und Überlastungsschäden untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass vor allem die unteren Extremitäten durch die hohen Belastungen beim Springen und Landen betroffen sind. Beschwerden treten häufig bereits in der Saisonvorbereitung auf und können über die gesamte Wettkampfsaison oder sogar über mehrere Jahre bestehen bleiben. Die Studie unterstreicht die Bedeutung einer frühzeitigen Prävention durch gezieltes Ausgleichstraining sowie einer optimalen Anpassung der Schlittschuhe, um Verletzungsrisiken und chronische Beschwerden zu reduzieren.
American Football in der deutschen Bundesliga: Verletzungsrisiko und Verletzungsmuster
In dieser prospektiven Studie wurden Verletzungen von Spielern der deutschen American-Football-Bundesliga zwischen 1995 und 1997 systematisch erfasst. Insgesamt wurden 713 Verletzungen dokumentiert, darunter 183 schwerwiegende Verletzungen mit einem Ausfall von mehr als einer Woche. Besonders häufig betroffen waren das Kniegelenk und das obere Sprunggelenk, was die hohe Belastung durch Tacklings, schnelle Richtungswechsel und intensive Spielsituationen verdeutlicht.
Mit 15,7 Verletzungen pro 1.000 Stunden Spiel- und Trainingszeit lag das Verletzungsrisiko in einer vergleichbaren Größenordnung wie bei Fußball und Handball. Die Studie lieferte erstmals umfassende Daten zum Verletzungsgeschehen im deutschen American Football und schuf damit eine wichtige Grundlage für Prävention, Diagnostik und sportmedizinische
American football injuries in Germany. First results from Bundesliga football
In dieser Studie wurden die Verletzungen von zwei Mannschaften der deutschen American-Football-Bundesliga während der Saison 1995 systematisch erfasst und ausgewertet. Insgesamt wurden 242 Verletzungen dokumentiert, darunter 94 schwerwiegende Verletzungen mit einem Trainings- oder Spielausfall von mehr als einer Woche oder der Notwendigkeit einer Operation. Besonders häufig betroffen waren das Kniegelenk und das Sprunggelenk.
Mit einer Verletzungsrate von 16 Verletzungen pro 1.000 Stunden Spiel- und Trainingszeit erwies sich das Verletzungsrisiko als vergleichbar mit etablierten Ballsportarten wie Fußball oder Handball. Schwere Dauerfolgen oder lebensbedrohliche Verletzungen wurden während des Untersuchungszeitraums nicht beobachtet. Die Studie lieferte erstmals fundierte Daten zum Verletzungsgeschehen im deutschen American Football und zeigte typische Verletzungsmuster dieser anspruchsvollen Kontaktsportart auf.






