Was ist die ACS-Therapie?
ACS steht für Autologes Conditioniertes Serum. Bei dieser Form der Eigenbluttherapie wird Ihr Blut so aufbereitet, dass es vermehrt körpereigene, entzündungshemmende Eiweiße bildet. Dieses Serum wird anschließend gezielt in die betroffene Region gespritzt.
Weil ausschließlich Ihr eigenes Blut verwendet wird, kommen keine Medikamente und keine körperfremden Substanzen zum Einsatz. Die ACS-Therapie kann so bei Beschwerden wie Arthrose, Rückenschmerzen oder gereizten Nervenwurzeln eine sanfte Alternative oder Ergänzung zu Kortison und Schmerzmitteln sein.
Was sagt die Studienlage zur ACS-Therapie?
Eigenbluttherapie mit ACS bei Kniearthrose
In einer hochwertigen klinischen Studie unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. med. Axel Baltzer mit 376 Patientinnen und Patienten mit Kniearthrose führte die Behandlung mit Orthokine® (Autologes konditioniertes Serum, ACS) zu einer deutlich stärkeren Verbesserung von Schmerzen, Gelenkfunktion und Lebensqualität als Hyaluronsäure oder Placebo. Die positiven Effekte hielten über mehrere Monate an, während die Verträglichkeit mit der Placebo-Behandlung vergleichbar war. Die Ergebnisse zeigen, dass ACS eine wirksame biologische Behandlungsmöglichkeit bei Kniearthrose darstellt.
Eine neue Behandlungsmöglichkeit bei Hüftarthrose: Klinische Evidenz für die Wirksamkeit von autologem konditioniertem Serum (ACS)
In dieser Studie unseres Teams um Priv.-Doz. Dr. med. Axel Baltzer mit 119 Patientinnen und Patienten mit Hüftarthrose führte die Behandlung mit autologem konditioniertem Serum (ACS, Orthokine®), einer speziellen Eigenbluttherapie, zu einer deutlichen und statistisch signifikanten Schmerzreduktion über einen Beobachtungszeitraum von rund 14 Monaten. Rund 79 % der behandelten Hüften zeigten eine relevante Verbesserung der Beschwerden. Zusätzliche Kortison- oder Anakinra-Injektionen steigerten den Behandlungserfolg nicht, in fortgeschrittenen Arthrosestadien war ACS allein teilweise sogar wirksamer.
Eigenbluttherapie mit ACS bei Rückenschmerzen und Nervenwurzelreizung
In einer doppelblinden klinischen Studie mit 84 Patientinnen und Patienten mit Nervenwurzelreizung an der Lendenwirbelsäule wurde die Behandlung mit Orthokine® (Autologes konditioniertes Serum, ACS) mit Kortison-Injektionen in zwei Dosierungen verglichen. In allen Gruppen kam es zu einer deutlichen Linderung von Schmerzen und Beeinträchtigung. In der ACS-Gruppe lagen die Schmerzwerte ab der 12. Woche bis zum Studienende nach rund 6 Monaten durchgehend niedriger als in den Kortison-Gruppen. Die Ergebnisse zeigen, dass ACS eine vielversprechende Alternative zu Kortison bei Nervenwurzelreizungen sein kann.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Für wen eignet sich die ACS-Therapie?
Die ACS-Therapie kommt vor allem bei Arthrose, zum Beispiel im Knie oder in der Hüfte, sowie bei Rückenbeschwerden und Nervenwurzelreizungen infrage. Ob sie für Sie geeignet ist, klären wir in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Wie viele Injektionen sind nötig?
In der Regel erhalten Sie eine Serie von 4-6Injektionen im Abstand von 3-7 TAgen. Alle Dosen stammen aus einer einzigen Blutentnahme.
Ist die Behandlung schmerzhaft?
Die Blutentnahme gleicht einer normalen Blutabnahme beim Hausarzt. Die Injektionen werden meist gut vertragen. Vorübergehend kann es zu einem leichten Druckgefühl oder einem kleinen Bluterguss an der Einstichstelle kommen.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die ACS-Therapie in der Regel nicht. Private Krankenversicherungen erstatten die Kosten teilweise. Gern informieren wir Sie vorab über die Kosten Ihrer individuellen Behandlung.








